Ende September wurden die Typ-, wie auch Regionalklassen neu eingestuft. Die Höhe der Kfz Versicherungsprämie richtet sich grundsätzlich nach drei Faktoren:
- Schadensfreiheitsklasse
- Regionalklasse
- Typklasse
![]()
Die Schadensfreiheitsklasse gibt an, wie lange die einzelne Person schadenfrei auf den Straßen unterwegs gewesen ist. Je höher die Schadensfreiheitsklasse, desto länger ist man unfallfrei gefahren und desto günstiger ist die Versicherung. Ist man z.B. 5 Jahre unfallfrei gefahren, so hat man Schadensfreiheitsklasse 5. Nach sechs Jahren kommt man automatisch in dchadensfreiheitsklasse 6 usw.
Seit 1.1.2009 werden auch Motorräder in den Regionalklassen erfasst. Die anderen beiden Faktoren werden jede Jahr im Herbst neu ermittelt. Dies gibt vielen Versicherungsnehmern wieder Anlass für einen Versicherungswechsel zum Jahresende. Dabei sind die allgemeinen Kündigungsfristen zu beachten. Gerade bei den Typklassen hat sich einiges getan: Für jedes Modell wird deutschlandweit die sich übers Jahr hinweg ereigneten Unfälle, sowie die Schadenshöhe ermittelt. Aus diesen statistischen Werten werden in der Kfz Haftpflicht 16 , in der Teilkasko 24 und in der Vollkasko 25 Typenklassen ermittelt. Je höher die Typklasse, desto höher fällt auch die Versicherungspolice aus. Für das Jahr 2010 rutschen fast 30% der Autofahrer in eine andere Typenklasse.
Zu den Verlierern in der Teilkasko gehören z.B.:
- Vw Golf 1.4.: drei Klassen schlechter ; neue Typenklasse: 10
- Opel Agila 1.2.: vier Klassen schlechter; neue Typenklasse: 20
- Ford Mondeo FLH 2.0: fünf Klassen schlechter; neue Typenklasse: 22
- Peugot 308: 1.6: sechs Klasssen schlechter; neue Typenklasse : 20
Zu den Gewinnern in der Teilkasko gehören:
- Fiat Bravo 1.4: drei Klassen besser; neuen Typenklasse:18
- VW Tiguan 1.4 TSI: zwei Klassen besser, neue Typenklasse: 16
- Mazda 2 1.4: drei Klassen besser; neue Typenklasse: 14
Jeder derderzeit 444 Kfz Zulassungsbezirke wird einmal im Jahr – jeweils zum 1. Oktober - vom Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft einer bestimmten Regionalklasse zugeordnet. Seit Januar 2002 werden auch Motorräder in einer Regionalstruktur erfasst. Die Regionalklassen werden auf der Basis von mehreren Faktoren ermittelt. Dazu gehören:
- die Unfallhäufigkeit
- die Straßenverhältnisse
- die Gesamtzahl der in der Region gemeldeten Vehikel
- die Bestandszusammensetzung (z.B. besonders viele/ wenige leistungsstarke Fahrzeuge)
Ausgehend vom Bundesdurchschnitt, der mit 100% festgelegt ist, werden die Zulassungsbezirke über oder unter diesem Wert eingruppiert. Alle Zulassungsbezirke mit ähnlicher Unfallhäufigkeit etc. werden derselben Regionalklasse zugeteilt. Die Regionalklasse spielt neben anderen Faktoren, wie etwa dem Fahrzeugtyp, eine wichtige Rolle bei der Berechnung der Höhe des Kfz Versicherungsbeitrags: Je mehr Unfällein einemZulassungsbezirk geschehen, desto höher ist auch die Regionalklasse und somit die Versicherungsprämie.
Für den Zulassungsbezirk Berlin wurden im letzten Jahr die meisten Unfalle gelistet. Auch Fahrer aus den bayrischen Regionen müssen im Jahr 2010 tief in die Tasche greifen: Neben Berlin, bilden die Landkreise Passau (Kfz Kennzeichen: PA) und Kaufbeuren (KF) die Schlusslichter. Besonders selten hat es hingegen in den Regionen Elbe Elster (EE) und Mecklenburg -Strelitz (MST) gekracht: die genaue Berechnung der Regionalklasse kann man auf der Seite des Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) durchführen.
Foto © Henning Hraban Ramm – pixelio.de
MisNetz
Toller Blogpost, jedoch habe ich mal eine Frage. Wie kann ich diesen Post zu meinem Feed Leser hinzufügen? Ich finde das Icon nicht. Danke
#1 Kommentar vom 30. Oktober 2009 um 14:15