Bei der Wahl der richtigen Bank darf man sich nicht von Gaunern über das Ohr legen lassen. Von Kreditangeboten in privaten Zeitungsanzeigen, Angebote die über teure 0190-Nummern eingeholt werden
Der Dispokredit hat den Vorteil, dass er sehr flexibel zu handhaben ist. Der Dispokredit wird bei Überziehung des Girokontos in Anspruch genommen. Jeder Bankkunde hat – vorausgesetzt er verfügt über ein festes Einkommen – einen bestimmten Kreditrahmen – in diesem Fall der sog. „Disporahmen“ zur Verfügung. Der Disporahmen beträgt in der Regel das zwei- bis dreifache des Monatseinkommens. Dies ist jedoch im Einzelfall mit der jeweiligen Hausbank abzuklären.
Die Vorteil des Dispokredits liegt eindeutig in seiner enormen Flexibilität: Der Dispokredit ist jederzeit ohne Kreditantrag abrufbar und ist jederzeit zurückzahlbar. Auch wenn diese Flexibilität auf den ersten Blick verlockend erscheint: Der Dispokredit ist aufgrund der enorm hohen Zinsen (bis zu 15% effektiver Jahreszins) nur zur kurzfristigen Überbrückung eines finanziellen Engpasses geeignet. Somit ist von der Finanzierung eines Autos über einen Dispokredit abzuraten.
Im Gegensatz dazu ist die Aufnahme eines Ratenkredits zur Finanzierung eines Pkws durchaus sinnvoll. Der Ratenkredit ist nicht zweckgebunden und wird von jeder Hausbank angeboten. Der Zinssatz ist niedriger als beim Dispokredit. Der Ratenkredit ist auf eine mittelfristige Laufzeit von 12 bis 60 Monaten ausgelegt.
Der Autokredit schließlich ist zweckgebunden, d.h. er kann nur zur Finanzierung von Fahrzeugen verwendet werden. Dieser wird von Autohäusern, wie auch von Hausbanken angeboten. Manchmal werden von Autohäusern sogar Im Rahmen von Marketingaktionen Finanzierungen zu 0 % angeboten (aber Vorsicht: immer Effektivzins anschauen! Siehe unten). Somit bieten Autohäuser oft sehr attraktive Kreditkonditionen an. Andererseits bietet ein Autokredit von einer Hausbank den Vorteil, dass man beim Autoverkäufer noch handeln kann – schließlich zahlt man ja sofort den gesamten Kaufpreis „bar“.
Gerade bei Werbeangeboten versuchen die Banken gegenüber der Konkurrenz durch bessere Zinskonditionen abzusetzen. Oft werden Verbraucher durch diese Zinssätze jedoch geblendet, da es sich um den Nominalzinssatz handelt. Der letztendlich zu entrichtende Zinssatz setzt sich nämlich wie folgt zusammen:
Nominalzins
+ Bearbeitungskosten
+ evtl. Provision
+ evtl. andere Kosten
= Effektivzins
Wie man sieht, muss man zur objektiven Beurteilung immer den Effektivzinssatz der einzelnen Anbieter vergleichen. Sehr schnell lässt sich ein Vergleich über diverse Online-Portale durchführen.
Bei der Wahl der nichtigen Laufzeit, sollte man bedenken, dass man Kosten (Zinszahlungen) spart, wen man eine kurze Laufzeit wählt. Andererseits dürfen die Kreditratenzahlungen den Kreditnehmer nicht zu sehr belasten, da sonst das Risiko besteht, dass man den Kredit nicht mehr bedienen kann. Folglich sollte man eine vernünftige Laufzeit individuell – je nach Einkommenshöhe – festlegen
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