23. November 2009
Leasing – aktuelle Angebote mit Haken
Leasing liegt im Trend – daher bieten zahlreiche Leasingfirmen momentan verlockende Angebote an. Obwohl diese Leasing Angebote auf den ersten Blick sehr günstig erscheinen, sollte man solche Aktionen nicht blind unterschreiben. Denn Fakt ist: Gerade am Leasingmarkt sprießen die neuen Leasingfirmen wie Pilze aus dem Boden – und leider steigt die Anzahl der schwarzen Schafe damit am Markt überproportional an. Häufig verstecken unseriöse Leasinggeber nämlich in Ihren Leasing Angeboten unsaubere Vertragsklauseln oder versuchen ihre Fahrzeuge zu teuer an den Endkunden zu verleasen. Will man also einen Pkw nicht kaufen, sondern wählt man die Variante Leasing, so sollte man die Angebote genau unter die Lupe nehmen. Beispielsweise lohnt sich der Vergleich der Kosten für Zusatzkilometer: Sixt verlangt z.B. knapp 18 Cent für jeden gefahrenen Zusatzkilometer, während die Hamburg Hansa Leasing nur 6 Cent verlangt.
Interessiert man sich für aktuelle Leasingverträge, so sollte man auch alternative und innovative Angebote, wie etwa kündbare Leasingverträge, Mietmodell etc. nachdenken.
Die größten Tricks beim Leasing
Worauf sollte man nun bei den aktuellen Leasing-Angeboten achten? Im Folgenden sollen die häufigsten Tricks der Leasinggesellschaften kurz erläutert werden. So erscheinen bei vielen Angeboten die monatlichen Raten sehr niedrig. Aber oft versuchen die Leasinggeber damit nur Kunden zu locken. Diese niedrige Monatsrate täuscht jedoch oft – sie wird nur durch übermäßig lange Leasing-Laufzeiten von bis zu vier Jahren erreicht. Folglich zahlt man unterm Strich wesentlich mehr – zumindest über die gesamte Laufzeit gerechnet.
Ein anderer Trick ist, dass feste Kaufpreiszusagen bei Leasingvertragsschluss getätigt werden. Mit einem solchen Angebot wird versucht, Kunden einen auf den ersten Blick unattraktives Angebot schmackhaft zu machen. Solche Absprachen sind jedoch beim Leasing gesetzlich verboten. Außerdem machen sich Unternehmen, die solche Angebote annehmen der Steuerhinterziehung schuldig. Darüber hinaus ist zu beachten, dass der Restwert nicht gleich dem Kaufwert ist.
Schließlich darf man sich nicht von dem Angebot blenden lassen, dass das Vehikel über die gesamte Vertragslaufzeit hinweg vollständig getilgt wird, das heißt dass also angeblich eine Vollamortisation stattfindet. Am Ende der Vertragslaufzeit ist trotzdem stets von Seiten des Leasingnehmers eine Kaufpreiszahlung fällig.
Leasing: Die besten Angebote
Einen ausführlichen Test hat der aktuellen Angebote mit Tipps rund um das Thema findet man hier.
Außerdem sollte man sich überlegen, lieber einen großen, seriösen Leasinganbieter zu wählen. Gerade in Zeiten der Wirtschaft- und Finanzkrise gehen viele, besonders kleinere Onlineanbieter in die Insolvenz.
Aktuelle Angebote von Fahrzeugherstellern findet man etwa unter:
- Aktuelle Leasing Angebote von Mercedes Benz findet man hier
- Aktuelle Leasing Angebote von Nissan findet man hier
- Aktuelle Leasing Angebote von Ford findet man hier
Bild: © Claudia Hartmann; www.pixelio.de
16. November 2009
Kfz Steuer in Niederland basiert auf Kilometerpauschale
Vergangenes Wochenende hat die niederländische Regierungskoalition die Reform des Kfz Steuersystems verabschiedet. Demnach soll sich die Höhe der Kfz Versicherung in Niederland zukünftig nicht wie in Deutschland nach Kriterien wie dem Fahrzeugtyp oder der Regionalklasse richten, sondern wird nach den gefahrenen Kilometern pro Jahr abgerechnet. Eingeführt werden soll dieses neue System im Jahre 2012. Ab 2012 sollen die niederländischen Autofahrer zunächst 3 Cent pro gefahrenen Kilometer entrichten. Bis zum Jahre 2018 soll das Kilometergeld dann schrittweise auf max. 6,7 Cent angehoben werden. Neben den gefahrenen Kilometern richtet sich die neue Kfz Steuer außerdem in geringerem Maße nach der Tageszeit und Fahrzeugtyp.
Kfz Steuer dient dem Umweltschutz
Ziel dieser Reform ist es, in Niederland v.a. den Co2 Ausstoß, der durch Fahrzeuge verursacht wird, zu reduzieren und so einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Gemäß Schätzungen der niederländischen Regierung können durch die Einführung der neuen Kfz Steuer bis zu 10% Co2 Emissionen eingespart werden. Außerdem sollen Staus, besonders zur Rush Hour, drastisch durch diese Maßnahme reduziert werden. So geht der niederländische Verkehrsminister Camiel Eurling davon aus, dass sich die gefahrenen Kilometer um 15% in Niederland reduzieren werden.
Kfz Steuer wird mittels GPS Systemen realisiert
Natürlich stellt sich noch die Frage der Realisierung der Kilometerpauschale. Dies ist mit einem erheblichen technischen Aufwand verbunden. So muss jedes Fahrzeug in Niederland mit einem GPS Chip ausgestattete werden. Mittels dieses Chips können Satelliten die gefahrenen Kilometer eines jeden Pkws messen. Die genauen Routen, die mit den einzelnen niederländischen Fahrzeugen gefahren werden, sollen jedoch angeblich nicht gespeichert werden. Die Satelliten senden wiederum die Informationen an die sog. „staatliche Zentralkasse“, welche für die Berechnung der Kilometerpauschale zuständig ist.
Kritik an diesem Modell der benutzerorientierten Kfz Steuer in Niederland kommt besonders seitens der Autofahrer und der Opposition. Sie befürchten, dass sie in Zukunft finanziell wesentlich stärker belastet werden und die Kfz Steuer einem Überwachungsstaat gleicht. Die niederländische Regierung behauptet hingegen, dass knapp 60 der Autofahrer durch das neue System entlastet werden und nur auf 16% höhere Zahlungen zukommen.
Deutschland skeptisch geg. Kfz Steuer der Niederlande
Nachdem bekannt wurde, dass die Niederland Ihre Kfz Steuer System reformieren wollen, entbrannte aus in Deutschland eine hitzige Diskussion über die Kilometerpauschale aus. Deutsche Autofahrer werden wohl jedoch auch in Zukunft nach dem altbewährten System der Kfz Steuer, de sich v.a. nach der Motorleistung richtet, abgerechnet. Dies ist jedenfalls Standpunkt der Bundesregierung. Man wolle erstmal die Entwicklung in den Niederlanden abwarten. Außerdem ließ die FDP verlauten, dass die Fahrzeugleistung schon noch eine wichtige Rolle als Grundlage der Kfz Versicherung spiele. Denn es sei nur logische Konsequenz, dass jemand stärker zur Kasse gebeten wird, der mit einer Spritschleuder unterwegs ist, als jemand der die gleiche Kilometerzahl mit einem umweltfreundlichen Fahrzeug zurücklegt. Einzig die Grünen unterstützen den Vorstoß der Niederländer.
12. November 2009
Leasing Anzahlung
Entscheidet man sich ein Auto zu kaufen, so hat kann man zwischen verschiedenen Zahlungsoptionen wählen. Immer größerer Beliebtheit erfreut sich das Leasing. Gerade Firmen entscheiden sich immer öfter für Leasing: Laut einer Studie des „Corporate Vehicle Observatory“ (CVO) schafften sich 2009 42% der Unternehmen Leasingfahrzeuge an. Damit hat das Leasing mittlerweile fast das Niveau des Neufahrzeugkaufs (45%)im gewerblichen Bereich erreicht. Ein wichtiger Faktor, der bei der Entscheidung für oder gegen Leasing immer wieder in Betracht gezogen wird, ist die Anzahlung. Dabei handelt es sich jedoch um keine Anzahlung im herkömmlichen Sinne. Man rwirbt durch die Zahlung nämlich weder Eigentum noch einen Anspruch. Infolgedessen wird die Leasing-Anzahlung auch oft „Leasingsonderzahlung“ genannt. Diese Leasingsonderzahlung ist damit zu begründen, dass sie den degressiven Verlauf des Werteverlustes wiederspiegelt. So verlieren Neuwagen im ersten Jahr bis zu 30% an Wert.
Leasing-Anzahlung bei Firmenkunden
Manche Leasinggeber, besonders Online-Anbieter, bieten mittlerweile auch Leasingverträge ohne Anzahlung an. Dies ist gerade für das gewerbliche Leasing sinnvoll. Firmen zielen nämlich auf konstante monatliche Belastungen ab um so eine zuverlässige Monatsbelastung zu schaffen. Besonders beim Fuhrpark bieten sich also das Leasing ohne Anzahlung für Firmen an. Dennoch wird das Fahrzeug in der Endabrechnung trotz der fehlenden Anzahlung nicht günstiger – die Anzahlung wird nämlich auf die Leasing-Monatsraten anteilig aufgeschlagen. Normalerweise beträgt die Anzahlung für einen Mittlerklassewagen zwischen 3.000 € und 6.000 €. Ein kurzes Rechenbeispiel: Würde die Leasingrate mit einer Anzahlung von 4.800€ monatlich 150 € betragen, so würde Sie ohne Anzahlung bei zwei Jahren Laufzeit 350 € (150 € + 4.800 € : 24 Monate Laufzeit) betragen.
Leasing Anzahlung bei Privatpersonen
Für Privatpersonen ist Leasing ohne Anzahlung nicht unbedingt zu empfehlen. Das Problem ist hierbei, dass fast alle großen Leasinggesellschaften Verträge ohne Anzahlung nicht anbieten. Ist man dennoch aus finanziellen Gründen gezwungen auf eine Anzahlung zu verzichten, so muss man auf Online Leasingangebote zurückgreifen. Diese Gesellschaften bieten zwar oftmals auf den ersten Blick sehr günstige und verlockende Leasingverträge an, dennoch sind diese nur mit Vorsicht zu genießen: Oftmals sind die monatlichen Leasingraten relativ niedrig, aber man büßt dafür mit überzogen langen Laufzeiten – somit zahlt man Letztendes kräftig drauf. Außerdem laufen kleine Leasinggesellschaften gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise Gefahr insolvent zu gehen. Auch wenn man nicht generalisieren sollte – gerade bei kleineren Online Leasingfirmen läuft man jedoch Gefahr an ein schwarzes Schaf zu gelangen. Viele Leasinggeber versuchen aus dem finanziellen Engpass von einigen Privatkunden Profit zu schlagen.
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